Kategorien
Augenöffner

Meine Gedanken zum Sonntag

Meine Gedanken zum Sonntag

Ich bin gerade Heim spaziert mit meiner kleinen marokkanischen Straßenhündin und meine Gedanken fingen an zu kreisen… Es kamen mir Fragen und Gedanken in meinen Kopf wie schwierig es ist, sich selbst treu zu sein und seine eigene Authentizität zu bewahren. Grund hierfür bestand darin, dass ich mich selbst dabei erwischte mein Selbst zurückzunehmen, was eine Tugend sein kann aber auch eine Phrase. Wir alle sind stets bemüht bestimmten gesellschaftlichen Normen und Werten gerecht zu werden, auch wenn das in der eigenen ganz speziellen Subkultur erfolgt. Wir bekommen eine Vielzahl von Rollen zugeschrieben, welche wir dann auch bitte zu erfüllen haben. Und das Witzige an der ganzen Geschichte ist, dass du selbst kaum Einfluss darauf hast wie dich andere wahrnehmen und erleben. Denn sobald sich Jemand eine Meinung über dich, oder mich gebildet hat, wird er an dem Abbild festhalten wollen und es schaffen, sich dieses immer wieder selbst zu bestätigen. Das liegt vor allem daran, dass der Mensch aufgrund seiner selektiven Wahrnehmung nur das wahrnimmt was er selbst wahrnehmen möchte. Somit hat diese Wahrnehmung und die Meinung, welche sich daraus speist viel mehr mit diesem Menschen zu tun als mit dir oder mir.

Es folgt ein kleines Beispiel, was mir mehrfach begegnet ist. Ich bin nach anderen Aussagen ein sehr extrovertierter Mensch. Wenn ich das höre muss ich innerlich schmunzeln weil das nur bedingt der Wahrheit entspricht. Ja, ich kann sehr extrovertiert sein, aber mein Grundtyp entspricht dem eines introvertierten Menschen. So war es wohl der Situation, der Wahrnehmung geschuldet und wahrscheinlich noch einige andere zeitlich und örtlich begrenzte Dinge zu zuschreiben. Fortlaufend wird es aber schwierig auch als introvertierter Mensch wahrgenommen zu werden. Denn wenn einmal ein Bild gezeichnet wurde, wird es schwierig dieses zu verändern. Vielmehr ist es wohl nun die Aufgabe des Menschen sein Abbild bestätigen zu lassen immer und immer wieder….

Stell dir vor unsere Persönlichkeit besteht aus tausenden von Splittern und jeder Mensch kennt nur ein paar Splitter. Kaum ein Mensch das gesamte Gebilde, welches entstehen würde, wenn man all diese kleinen Splitter zusammenfügen würde. Trotz dessen behaupten mit Sicherheit eine Vielzahl von Menschen dich zu kennen, werten und beurteilen dich.

Können wir nicht aufhören stets und ständig zu werten, zu beurteilen um unser eigenes Bild der Welt aufrechtzuerhalten? Ist es nicht viel schöner offen für all die anderen Facetten zu sein? Die anderen Splitter kennen zu lernen um ein möglichst ganzen Abbild zeichnen zu können? Sich einander zu begegnen mit offenen unschuldigen Kinderaugen, frei von Urteilen?

Frage dich vielleicht einmal selbst wie oft du urteilst und wertest, oder dich selbst zurücknimmst um aus dieser Maschinerie auszusteigen?!

Ich mag nur noch ich selbst sein!

 

Eure Maren

 

8 Antworten auf „Meine Gedanken zum Sonntag“

Hallo Maren…

ein schöner post…
du hast auch vollkommen recht, doch wenn man diesen Bann durchbricht, tritt man leider auch manchen Personen auf die Füße und meist sind es die, die einen lieben…

oder was sagst du dazu…

grüße Tom

Lieber Tom,
vielen Dank für dein Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir mein Blogeintrag gefällt und dich zum Nachdenken angeregt hat. Dir eine generelle Antwort auf deine Frage zu geben wäre meines Empfindens nach anmaßend, weil doch vielerlei Faktoren dazu beitragen und situationsabhängig sind. Personen zu verletzen, die man liebt ist eine schwierige Herausforderung! Aber es kann auch eine Tugend sein aus diesen Mustern auszubrechen und den Menschen neu zu entdecken. Woher weißt du, dass die andere Person wirklich verletzt sein wird? Leider glauben wir ganz oft zu meinen ohne zu wissen!
Alles Liebe Maren

Hej Maren, ich kenne diese Gedanken sehr gut. Jedes Wesen wird sich so lange an der polarisierten Welt reiben bis es von selbst aufhört zu polarisieren. Wenn dir das gelungen ist, dann bleibt dir noch ein stilles Lächeln und Worte können dich nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringen. Durchschaue und erkenne das Gesetz der Polarisierung, der Anziehung und Abstoßung..

Hallo Thomas,
erst einmal vielen Dank, dass du deine Gedanken mit mir auf meinen Blog teilst! Das Gesetz der Polarisierung ist mir wohl bekannt und es gibt viele Momente in denen ich mein stilles Lächeln bewahren kann! Dann steht es mir “plötzlich” mit immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber… Du scheinst es bereits mit Bravur geschafft zu haben?! Ich zolle dir meine Bewunderung und werde weiter fleißig “üben”…
Liebe Grüße Maren

Bei mir selbst sein und in Verbindung mit meiner Mitwelt.. Mit Bravur habe ich es noch nicht geschafft. Ich werde in erschöpften Momenten immer wieder an die Gesetze des Lebens erinnert. Und daran mit welchem Ehrgeiz ich die Gesetze missachtet habe.
Die Arbeit mit Kindern hat mich gelehrt die “unangenehmen” Dinge des Lebens nicht mehr so ernst zu nehmen. Und doch gerade weil wir miteinander in Verbindung stehen und sich jeder nach Verbindung sehnt fühlen wir so sehr mit dem Anderen. Und das fühlt sich nicht immer gut an..

Lieber Thomas,
es ist ein unbeschreibliches Glück durch ungetrübte Kinderaugen sehen zu können und wahrscheinlich noch ein viel Größeres sich von diesem als Erwachsener anstecken zu lassen! Du hast für mich ein wichtiges Thema angesprochen, die Arbeit mit Kindern, die von unserem Herzen und Mitgefühl geprägt ist und andererseits eine so immense Herausforderung darstellt mit negativen Gefühlen umzugehen, wenn Misshandlungen egal welcher Art im Raum stehen. Lass uns unseren Weg weiter gehen mit offenen Augen und einem offenen Herz, um uns selbst zu leben und zu erleben!
Liebe Grüße Maren

Liebe Maren,
jeden Tag aufs Neue versuche ich mir selbst treu zu sein. Das ist wahrlich nicht einfach, aber um so öfter es mir gelingt, umso großartiger fühle ich mich. Ich selbst zu sein und ggf. damit andere Personen zu verletzen bzw. anderen Menschen nicht zu gefallen, musste ich erst lernen. Ich kann jedem nur sagen, dass es sich unheimlich lohnt sich selbst treu zu sein. Für mich brachte es am Ende das vollkommene Glück. Liebe Grüße, Jessy

Liebe Jessy,
es freut mich wirklich zu hören, d. du ebenfalls diesen Weg beschreitest, dir das mehr und mehr gelingt, du damit zu deinem Glück gefunden hast und es wahrscheinlich noch des Öfteren finden wirst! Andererseits beruhigt es mich zu wissen, d. viele andere auch sich genau mit diesem Thema, dem “sich selbst treu sein” beschäftigen! Danke für deine Nachricht!
Liebe Grüße Maren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.