Sandras Gastbeitrag: 6 Monate auf Weltreise – Ein Erfahrungsbericht!

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Sandras Gastbeitrag: 6 Monate auf Weltreise – Ein Erfahrungsbericht!

Auf ihren Blog www.reiseerfahrungen-blog.de schreibt Sandra über ihre Erfahrungen – die guten und auch über die weniger guten – auf ihrer Weltreise. Ihre Reiseziele erkundet sie abseits von Touristenpfaden und lernt gerne die Menschen und Kulturen des Landes kennen. Aktuell befindet sich Sandra seit einigen Monaten auf Tour und hat mit Sicherheit allerhand Geschichten in ihrem Nähkästchen gesammelt! Aus Myanmar hat sie mir folgenden spannenden Erfahrungsbericht übermittelt:

6 Monate auf Weltreise – Ein Erfahrungsbericht

Die Vorfreude überwiegt

Weltreise, reise, asien, erfahrungsbericht, reiseberichtAnfang Juli haben wir es gewagt, alles Vertraute für ein Jahr lang hinter uns gelassen und haben uns aufgemacht, die Welt zu entdecken. Ein langer Entscheidungsprozess und gegenseitiger Zuspruch waren notwendig, damit wir auf den letzten Metern unserer Reisevorbereitungen nicht die Nerven verlieren. Machen wir alles richtig? Sollen wir wirklich für ein Jahr lang unsere Freunde und Familien verlassen? Und wird das Geld reichen? Alles Fragen, die uns kurz vor Abreise im Kopf herumgeschwirrt sind. Doch wie so oft, überraschen einen die Menschen. Wir haben von allen Seiten – besonders von denen, denen wir es nicht unbedingt zutraut hätten wie Arbeitgebern und Großeltern – nur positive Rückmeldungen erhalten. Als wir dann vom Flugzeug aus einen letzten Blick auf unsere Heimat geworfen haben, sind schon ein paar Tränen geflossen.

Sechs Monate danach, freuen wir uns jeden Tag noch mehr auf die weitere Reise, die vor uns liegt. Heimweh hatten wir bisher nur ganz selten, wenn beispielsweise etwas Besonderes wie die Geburt eines Kindes zu Hause passiert ist. Vor kurzem hatten wir für eine Woche Besuch aus der Heimat, was sehr schön, der Abschied dann aber doch wieder schwierig war. Insgeheim freuen wir uns natürlich auf daheim. Dennoch sind wir ständig unterwegs, lernen neue Menschen kennen und erleben so viel Neues, dass unser Kopf kaum Zeit hat, Heimweh zu entwickeln.

Ist Reisen nicht gefährlich?
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Wir sind bisher durch Russland, die Mongolei, China, Indonesien, Australien, Kambodscha, Vietnam und Laos gereist und befinden uns nun im als sicheren, aber mit steigender Drogenm

issbrauchsrate konfrontierten, Reiseziel Thailand. Wenn du das erste Mal in einen Bus steigst und dein gesamtes Gepäck auf dem Dach verstaut wird, hast auch du bestimmt Bedenken, ob du nicht bald nackt herumlaufen musst. Uns wurde bisher jedenfalls nichts gestohlen. Wir wurden weder bedroht noch hat man sich uns gegenüber unfreundlich verhalten. Wir machen sogar die Erfahrung, dass in Indonesien alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit unsere Kameratasche, die wir im Hafen von Gili Trawangan haben stehen lassen, wieder in unseren Besitz gelangt. Die ganze Geschichte kannst du im Beitrag Von indonesischer Mentalität oder „Sama Sama“ nachlesen. Wir sind aber auch vorsichtig, tragen unsere Wertsachen bei uns und halten auch nicht jedem unsere teuren Reisegadets unter die Nase. Sei einfach vorsichtig. Aber auch du wirst die Erfahrung machen, dass man den Menschen mehr vertrauen kann als man ihnen zutraut.

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Andere Länder, andere Sitten

Es stimmt! In China wird überall geraucht, beim Essen wird lautstark geschmatzt und einen Chinesen wirst du kaum alleine herumlaufen sehen. Doch viele Stereotypen haben auch nicht zugetroffen. Wir erleben gesprächige und freundliche Russen in der transsibirischen Eisenbahn, finden eine ausgeprägte vegane Restaurantszene in der Fleischessermetropole Ulan Bator in der Mongolei vor und können den Fleiß der indonesischen Träger auf den Mount Rinjani hinauf kaum fassen. Manches ist wie erwartet, doch noch viel mehr ist anders und meistens sogar besser. Wir lassen uns also gerne weiterhin positiv überraschen.

Du brauchst kein Vermögen, um die Welt zu sehen

Wir kontrollieren unser Budget regelmäßig, doch gönnen wir uns auch etwas, wenn wir meinen es verdient zu haben. Obwohl man kein Vermögen ansammeln muss um einen Weltreise in Angriff zu nehmen, haben wir festgestellt, dass wir tatsächlich mit viel weniger Geld auskommen, als gedacht. Wer jetzt meint wir essen jeden Tag nur Brot und Wasser, den muss ich enttäuschen. Wer auf den überflüssigen Schnick-Schnack verzichtet, hat automatisch mehr Budget zur Verfügung. Ganz abgesehen davon, dass man um etwa einen Euro in Südostasien schon ein Abendessen erstehen kann. Auch die Wahl des Reiselandes ist entscheidend. So konnten wir in China und Südostasien Geld sparen, welches wir für Neuseeland gut gebrauchen konnten.

Die unbequeme Wahrheit

Wer reist wird unweigerlich mit sozialkritischen Fragen und Armut konfrontiert. Soll ich dem kleinen Mädchen am Strand um 9 Uhr morgens, wenn es eigentlich in der Schule sein sollte, tatsächlich ein Armband abkaufen? Helfe ich dem Kind damit tatsächlich? Wer mit offenen Augen durch die Welt geht und mit den Menschen ins Gespräch kommt, weitet seinen Blickwinkel ungemein. Das mag manchmal unbequem sein, da man seine bisherigen, für gut befundenen Anschauungen eventuell revidieren muss. Doch genau das ist das Spannende am Reisen. Man wächst nicht nur an den Herausforderungen, sondern auch an den Begegnungen mit den Menschen.

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Spare nicht am falschen Ende

Mit Rucksack um die Welt zu reisen, ist nicht so anstrengend, wie ich es erwartet habe. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich ein auf meine Körpermaße ideal abgestimmtes Tragesystem gefunden habe. Auch nach mehreren Stunden des Tragens tut mein Rücken kaum weh. Kleidung bekommt während der Reise einen unwichtigen Stellenwert, sollte jedoch die täglichen Belastungen aushalten. Man hat ja ohnehin nicht viel mit, die Auswahl ist also einfach. Jedoch gilt, unbedingt Kleidung einpacken, die nicht nur funktionell ist, sondern euch auch gefällt. Du wirst diese sehr oft tragen. Besonders weltreisefreundlich sind Materialien wie Merino zum Beispiel von Icebreaker. Damit habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch, dass trotz mehrmaligen Tragens dieses Material nicht zu riechen beginnt. Das hat aber auch seinen Preis. Plane also genug Zeit und Geld ein, um deine Reiseausstattung zusammenzustellen.

Im Alter eine Fernreise? Wieso eigentlich nicht!

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Auf unserer Reise haben wir bisher viele Menschen unterschiedlichen Alters kennengelernt. Wer`s glaubt oder nicht, viele von ihnen machen auch eine Weltreise. Was man dabei als Weltreise bezeichnet ist unterschiedlich. Ein Deutscher Langzeitreisender ist bereits seit drei Jahren unterwegs und will weitere zwei Jahre reisen. Ein Ehepaar am Anfang seiner Pensionierung ist nur drei Monate in Neuseeland, Australien und auf den Fiji-Inseln unterwegs – doch auch das ist ihre langersehnte Weltreise von der sie ein ganzes Leben lang geträumt haben. Auch die Art und Weise wie man eine Weltreise machen kann variieren stark und hängt natürlich mit dem Alter zusammen. So treffen wir Pierre und seine Frau Laurence, ein französisches Pärchen Anfang 70, die eine Costa Rica Rundreise planen. Ihre Reise selbst zu planen ist ihnen zu anstrengend geworden. Die Vorteile liegen klar auf der Träger, Mount Rinjani, Asie, WeltreiseHand: komfortabler Reisestil und organisierte Ausflüge. Die Sprache sprechen sie ja auch nicht. Bisher hatten sie sich keine Zeit dafür genommen, doch nun erfüllt sich ihr Traum nach über 30 Jahren des Wartens. Sehr inspirierend, wie ich finde.

Für jedes Budget und jedes Alter gibt es die richtige Art, eine längere Reise anzutreten. Es ist nie zu spät, heißt es. Schön zu sehen, dass einige dies auch in die Tat umsetzen. Ich kann nur jeden dazu ermutigen eine Weltreise zu machen. Ich zumindest kann die nächsten Monate kaum erwarten.

Das glaube ich dir gerne liebe Sandra und ich bin gespannt worüber du zukünftig noch alles berichtest! Eins ist für mich jedoch klar die Welt bereisen ist nicht nur traumhaft schön sondern auch sehr lehrsam. Ich finde es überaus spannend andere Kulturen und Rieten kennen zulernen und empfinde die Konfrontationen mit sozialkritischen Begebenheiten für mein Leben als über aus bereichernd! Deine Erfahrungen und unvergesslichen Momenten kann dir keiner mehr nehmen!

Uns würde brennend interessieren wie es bei dir um das Reisen bestellt ist? Warst du schon, oder willst du noch?

Hippi your Life – Sandra & Maren

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