Dresden – Lissabon in 3 Tagen?!

Camper, Reise, Portugal, Atlantik, surf

Dresden – Lissabon in 3 Tagen?!

Ist das wirklich schaffbar habe ich mich gefragt und nun kann ich voller Glück sagen: „Yes yes ya!“ Eigentlich war es gar nicht geplant 3000km in 3 Tagen abzureißen, aber bereits in Deutschland hatten wir entschieden weit in die Nacht zu fahren, die erste Nacht in Frankreich zu verbringen und das haben wir auch durchgezogen. Nach einem aufregenden und gruseligen deutsch-französischen Grenzübergang bei Mulhouse mit MGs bewaffneten Grenzwachen, wurden wir mit einem wunderbaren Rastplatz beglückt, wo ich mich fragte: “Haben wir immer Glück, oder ist Frankreich das beste Campingland ever?”
Beim Aufwachen der erste Gedanke „Die ersten 1000 sind geschafft!“ 🙂  und als Belohnung gab es erst einmal eine Portion Schnee, welchen wir nun probierten elegant zu entfliehen. Kurze Zeit später dachten wir wirklich und wahrhaftig wir hätten es geschafft. Sie Sonne schien und wir rollten und rollten mit 90km weiter durch das liebliche Frankreich.  Je näher wir Limoges kamen desto heftiger wurde es mit dem Schnee, bis sich schließlich ein reges Schneegestöber entfachte. Es war an der Zeit mal die Wettervorhersagen zu checken. Denn wer hätte gedacht, dass mitten in Frankreich plötzlich der Winter ausbricht??? Gesagt, getan und „bow“ was für ein Glück wir wohl hatten!!! Im Schnee stecken bleiben gehörte nun wirklich überhaupt nicht zu unserem Plan wie es anscheinend 1000 andere Reisende erging.  So fuhren wir schnell frohen Mutes weiter in der Hoffnung auf wärmere Temperaturen und ein wenig Sonnenschein.

Bereits zu fortgeschrittener Stunde raffte sich unsere Hundedame auf und wollte uns auf den vorderen Sitzplätzen einen Besuch abstatten. Da wir zwischen den Sitzen keinen Zentimeter Platz gelassen hatten, quetschte sie sich zwischen Tür und Sitz zu mir nach vorne… Plötzlich und völlig unerwartet öffnete unsere Hündin während der Fahrt die Autotür und hing irgendwie zwischen Sitz, Tür und dem vorbeirauschenden Asphalt. Was für eine Schocksekunde für unseren Hund, welches sich auch darin zeigte, dass sie kurz etwas Wasser gelassen hatte. Das Erstaunliche an dieser Szene war, dass ich wie durch Zauberei in der einen Hand die Tür hatte um sie festzuhalten und in der anderen Hand unseren Hund um sie irgendwie auf meinen Schoß zu ziehen. Glücklicherweise gelang mir dieses und wir sind alle mit einem Schock davon gekommen. Ich war seelenruhig und realisierte erst später was für ein Glück wir mal wieder hatten –Vielen Dank!

So rollten wir weiter Richtung Spanien… Unser Ziel war es noch diese Nacht die Grenze zu erreichen. Was dafür echt geil gewesen wäre, wäre ein funktionierendes Navi, welches jedoch von 1000km ungefähr die Hälfte kein GPS hatte –Juchuuu! Vor allem immer in den Momenten wo man es wirklich gebrauchen könnte. So zum Beispiel bei der Fahrt durch Bordeaux, da hat es uns einfach im Stich gelassen. Egal, wir haben es trotzdem geschafft und schon bald darauf Spanien erreicht, wo wir uns bald an einer Tanke schlafen gelegt haben. Mehrere Male in der Nacht wurde ich vom tosenden Wind einschließlich Hagelattacken geweckt. Ich hoffte nur, wenn wir erwachen liegt nicht 20cm Neuschnee. Erwacht und alles gut – auf geht’s nach Portugal! Der Weg zog sich an schneebedeckten Landschaften vorbei bis weit ins Landesinnere. Dann hatten wir es tatsächlich geschafft dem Schnee zu entkommen. Am selben Tag, Dank der Zeitumstellung, sind wir an unserem Traumspot in Foz de Arelho angekommen.

IMAG0506Portugal, Reise, Camper

 

 

 

 

Wirklich traumhaft: leerer Parkplatz, Einschlafen mit Meeresrauschen, Aufwachen mit Meeresrauschen, strahlender Sonnenschein, kein einziges Wölkchen am Himmel, günstiges leckeres Frühstück, freundliche Menschen, Lagune, Strand.. – einfach fabelhaft!

Nun sitze ich gerade nach dem ersten Surfgang in der Werkstatt, weil unser Auto sehr seltsame Geräusche von sich gibt, gespannt ob wir weiterziehen dürfen, oder in diesem Surfer IMAG0516Paradies gefangen sind… 😉

 

Sonnige Grüße Maren

 

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